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Samstag, 23. Januar 2010
Seit Urzeiten pilgern Menschen aller Herren Länder zu Wahrsagern - getrieben von der Angst vor persönlichem Unglück, aber auch von der Neugier auf die Zukunft. Von den mehr als sechzig Orakelstätten im antiken Griechenland - allesamt Besuchermagneten - genoss Delphi zweifellos den besten Ruf. Als Medium agierte dort die jeweilige Pythia - eine Seherin, die an jedem siebten Tag des Monats, auf einem Dreifuß sitzend, in Trance ihre Sprüche stammelte. Woran lag es, dass die geweihten Frauen nicht klar sprechen konnten? Welche Substanz benebelte sie? Einige von ihnen sollen an ihrem Arbeitsplatz plötzlich in ein Delirium gefallen sein, das manchmal sogar zum Tod der Prophetin führte. Das berichten zeitgenössische Schriftsteller wie Herodot - vor allem aber Plutarch, der selbst als Priester in Delphi wirkte und daher Zugang zum Allerheiligsten hatte. Als einziger Augenzeuge hinterließ er einen schriftlichen Bericht, ein Dokument von unschätzbarem Wert. Der Grieche schreibt, dass wohlriechende Dämpfe - ähnlich denen von Parfüms - durch die Orakelkammer strömten. Ihre Wirkung vergleicht er mit der von Alkohol. Die Ursache dafür, so spekuliert er, könnte “Wärme oder irgend eine andere Kraft” sein. Während einer Großgrabung Ende des 19. Jahrhunderts suchten französische Archäologen in den Ruinen des Apollotempels nach einem “fauchenden Erdspalt”, der Plutarchs Insiderwissen bestätigt hätte. Doch sie fanden nichts. Seither galten die Schilderungen der antiken Autoren als Lügenmärchen, und kein Wissenschaftler ging mehr ihrem Wahrheitsgehalt nach. Bis der amerikanische Geologe Jelle de Boer kürzlich Bohrungen in Delphi vornahm und damit Herodot und Plutarch rehabilitieren konnte. Die Analyse der Gesteinsproben beweist: Die Orakelstätte liegt genau am Schnittpunkt zweier Verwerfungen der Erdkruste. An ihrem Rand steigt Wasser an die Oberfläche, angereichert mit Hydrokarbongasen aus den unterirdischen Bitumendepots.

Sonntag, 17. Januar 2010
 

Im 16. und 17. Jahrhundert enden etwa 60.000 angebliche Unheilsbringer - Frauen, Männer und sogar Kinder - auf dem Scheiterhaufen. Naturkatastrophen, Kriege, Hungersnöte - mit dem Wirken angeblicher Hexen lassen sich oft unerklärliche Schicksalsschläge scheinbar erklären. Hexen und Zauberer werden als die Verkörperung des Bösen ausgemacht. Ihre Vernichtung verspricht das Ende des menschlichen Elends. Rothaarige Mädchen und weise Kräuterfrauen, die von Mönchen zu Hunderttausenden gefoltert und verbrannt werden. Nichts an diesem Klischee über die großen europäischen Hexenverfolgungen ist richtig. Die Jagd trifft Frauen, Männer und sogar Kinder, und der Höhepunkt der Verfolgungen liegt nicht im “finsteren” Mittelalter, sondern in der frühen Neuzeit. Damals bildeten sich die Ursprünge unserer modernen Gesellschaft heraus. Zu dieser Zeit ist der Alltag der Menschen entbehrungsreich.
Die Verfolgung der angeblich Bösen erreicht ihren Höhepunkt, als die weltliche Gerichtsbarkeit der Kirche die Hexenprozesse aus der Hand nimmt. Gestützt auf die Ergebnisse neuester Forschungen - darunter auch aus den Archiven der römischen Inquisition - und in Zusammenarbeit mit prominenten Historikern zeigt die Dokumentation das wahre Ausmaß der Verfolgung und fragt nach den komplexen Ursachen der Hexenjagd.

Dauer: 00:59:44 | Größe: 480 MB | Format: DivX | Hoster: Rapidshare

 
Samstag, 16. Januar 2010
 

Der Jesuit Friedrich von Spee begleitet eine als Hexe verurteilte junge Frau zum Scheiterhaufen. Tief erschüttert von dem Miterleben einer schaurigen Hexenverbrennung, geht Spee der Geschichte der Inquisition nach. Dabei stößt er auf den berüchtigten “Hexenhammer” ein Buch aus dem Jahr 1486, das die Spielregeln der Aufspürung, Verurteilung, Folterung und Verbrennung von Hexen festlegt. Er stößt auf die Einrichtungen der kirchlichen Inquisitionsgerichte, die vor allem in Spanien mit der Reconquista, der Vertreibung der Araber und Juden von der Halbinsel, ihre grausamsten Höhepunkte erreichte. Überall verbreitet die Inquisition Angst und Schrecken. Die Scheiterhaufen der Inquisition breiten sich wie ein Flächenbrand über ganz Europa aus. Nirgendwo werden aber so viele Menschen als Hexen und Hexer verbrannt wie in Deutschland.

Dauer: 00:52:49 | Größe: 165MB | Format: mp4 | Hoster: Rapidshare
 

Bis heute starben rund 100 Milliarden Manschen. Sie alle bewegte die Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod oder sind die Gräber und Gruften die Endstation? Eine Frage, so alt wie die Menschheit, so alt wie die Erfahrung, dass der Mensch sterben muss. Woher nehmen Menschen die Hoffnung, ja die Gewissheit, dass der irdische Tod nicht das Ende ist? Und wie sehen sie aus, die Hoffnungsbilder und Visionen, die Menschen zu allen Zeiten von dem “Danach” erworben haben? “Die Antwort der Religion” Die Film-Dokumentation sucht in den Grabkammern des alten Ägypten nach den Visionen einer jenseitigen Existenz. Sie schildert die Entwicklung des Jenseitsglaubens von den frühen Vorstellungen der griechischen und altisraelitischen Schattenreiche bis hin zu den differenzierten Systemen von Himmel und Hölle bei Juden, Christen und Moslems. Und sie geht auch ein auf die “alternativen” Vorstellungen des Buddhismus, die im sogenannten christlichen Abendland zunehmend an Attraktivität gewinnen. “Was Menschen für das Jenseits tun” Die Hoffnung auf ewiges Glück im Himmel, die Angst vor den fürchterlichen Qualen der Hölle haben jahrtausendelang die Menschen bewegt, ihr Denken und Handeln wesentlich beeinflußt. Der Film zeigt die Anfänge des Christentums, als Menschen in der Hoffnung auf baldiges Himmelsglück bereit waren, sich einem grausamen Tod auszusetzen bis zu radikalen christlichen und jüdischen Gruppierungen unserer Tage, die ihr ganzes Leben ausrichten auf ein Ziel, das außerhalb dieser Welt liegt.

Dauer: 00:45:00 | Größe: 700 MB | Format: DivX | Hoster: Rapidshare

 Teil 1: Sehnsucht nach Unsterblichkeit - Die Antwort der Religionen

Teil 2: Himmelhoffnung und Höllenangst